Co-kreatives Kontinuum

© Adrià Cañameras

Aus der Physik wissen wir, dass ein Objekt eine gewisse Menge an Energie beinhaltet und dass sich diese Energie je nach der Position des Objekts verändert. Anders ausgedrückt: Eine gezeichnete Schleife enthältmehr gespeicherte Energie als wenn eine Schleife an einen Baum gelehnt wäre – die physische Interaktion von Objekten erzeugt eine aufgeladene Umgebung.

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Wir sprechen hierbei von potenzieller Energie. Büros, die geteilt werden, spiegeln dieses Phänomen wider. Innerhalb eines Gemeinschaftsraums sind in der Regel unterschiedliche Branchen, kreative Projekte, Arbeitsmethoden, Denkansätze und Persönlichkeiten versammelt.

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Eine Redakteurin findet sich vielleicht neben einem Anwalt wieder, ein Designer sitzt zum Beispiel einem Computerprogrammierer oder Literaturagenten gegenüber.

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Eine Gruppe von unabhängig arbeitenden Freunden entscheidet sich dafür, Ressourcen zu teilen.

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Diese Soundtrack ist universell, aber die Arbeit, die mittels Verwendung dieser geteilten Tools entsteht, kann stark variieren. An diesem Ort vielfacher gegenseitiger Inspiration entsteht eine neue Form der Energie. Telefongespräche über die Köpfe der anderen hinweg, eine gemeinsame Mittagspause, ein Blick auf die Pinnwand des Nachbarn: Ideen stoßen aufeinander, neue Wege des Arbeitens sowohl in der Gruppe als auch individuell entstehen. Diese Gespräche gehen über in ein Abendessen nach der Arbeit, bei dem Geschichten ausgetauscht werden. Dieser geteilte gemeinschaftliche Arbeitsraum erzeugt seine eigene Spannung – man weiß nie, was sich entwickelt. Wir nennen dies Potenzial.

«Oft kommen die entscheidenden Erkenntnismomente aus anderen Disziplinen. Egal, ob es sich um eine Inspiration für einen einzigartigen Ansatz zur Lösung eines Problems handelt oder einen Perspektivwechsel, durch den Blick einer Person, die der Arbeit weniger nahesteht – eine Mischung von Eindrücken frischt den kreativen Prozess auf.»

Sandra, Designer

Brief N°4 Vol. I — Life/Work

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