Konversation mit James Irvine

James Irvine© Studio Irvine

Mit Juno ist der Kunststoffstuhl erwachsen geworden: aus einem Guss, fließende Linien, ein Leichtgewicht in puncto Silhouette, Gewicht und Ökologie. Juno versieht die Vorteile von Schlichtheit und Gleichförmigkeit mit einem cleveren Dreh und vereint Effizienz und Vielseitigkeit – ganz nach Kundenwunsch. Die schlichte, einzigartige Form gibt es in fünf Farben, in zwei Lehnenformen sowie mit Armlehnen und ist auf Wunsch auch mit eleganter gepolsterter Sitzfläche und Rückenlehne lieferbar. Juno eignet sich für den Wohn- wie für den Konferenzbereich, für den Innen wie für den Außenraum. Den in nur einem Arbeitsgang hergestellten Kunststoffstuhl gibt es in vier Form- (Rückenlehne geschlossen oder offen, mit und ohne Armstützen) und fünf Farbenvarianten erhältlich: Weiß, Sand, Anthrazit, Orange, Gelb. Sitz und Rückenlehnen werden auch gepolstert geliefert. Sämtliche Varianten sind stapelbar, so dass sich auch große Stückzahlen zur Bestuhlung von Versammlungsräumen problemlos verstauen lassen.Interview mit James Irvine:Wie würden Sie Ihre Arbeit als Designer beschreiben?Meine Philosophie verändert sich ständig. Jedes Projekt hat andere Anforderungen und Erfordernisse und ist in einem anderen Kontext verortet, und deshalb ist mein Designansatz notwendigerweise flexibel.Ein Designer muss sich anpassen können. Ich finde es interessant, mich zurückzuneh-men. Die heutigen Designer jedoch haben oft riesige Egos. Mich interessiert das Produkt im Sinne eines Helden, der noch „unbesungen“ ist.

Juno Collection - design by James Irvine© Marco Covi

Welche Idee steht hinter dem Stuhl Juno?
Von Anfang an stand das Konzept eines Stuhls, der in einem Stück im Spritzgussverfahren hergestellt wird – nach neuester Technik also. Die Herausforderung bei dem Projekt war denn auch, die neue Technologie während des gesamten Designprozesses einzubeziehen. Aus der Perspektive eines Designers interessierte mich vor allem, den Stuhl abzu-specken, damit er visuell und physisch leicht werden konnte. Ohne dass es mir bewusst war, suchte ich nach einer traditionelleren Sprache, die näher an Massiv- oder Sperrholz war. Ich wollte etwas Reduziertes, Frisches schaffen. Die schlanke, leichte Silhouette verdankt sich der Tatsache, dass die Außenkante des Stuhlbeins nur acht Millimeter stark ist. Zur Stuhlmitte hin nimmt der Durchmesser zu und verleiht der ganzen Struktur dadurch größere Stabilität. Im Grunde erinnert diese Idee mehr an eine Konstruktion aus Massivholz als an eine aus Kunststoff. Von der Seite wirkt der Stuhl sehr schmal – ein visueller Trick, der den ganzen Stuhl leichter wirken lässt. Für eine solche Konstruktion bedarf es einer ausgefeilten Technologie: In einem High-Tech-Gussverfahren wird der Kunststoff präziser gearbeitet. Es ist, als würde man von allem das Beste nehmen – Präzision, Technologie und klassische Kon-zepte – und miteinander verbinden.

Und warum Kunststoff?
Kunststoff gibt einem die Freiheit, unglaublich fließende Formen zu schaffen. Man kann machen,was man will – eine verführerische Freiheit, doch wie bei vielen neuen Technologien wares auch hier so, dass ich nach dem ersten begeisterten Ausloten des Möglichen nach etwas suchte, das vertrauter ist und mehr den Prinzipien des „guten Designs“ entspricht.Jede neue Technologie verleitet dazu, einen symbolischen Ausdruck für die Innovation zu kreieren. Mir ging es bei dem Entwurf aber eher darum, den Kunststoff zu bändigen und mir nicht vom Material die Form diktieren zu lassen. Der Stuhl Juno nutzt eine neue Technologie, doch er bleibt ein praktischer, eleganter Stuhl, von demich glaube, dass er Bestand haben wird.

Woran machen Sie gutes Design fest?
In letzter Zeit beobachte ich bevorzugt, wie Menschen mit dem fertigen Produkt umgehen.

Wie reagieren die Leute auf ein Objekt?
Fühlen sie sich wohl, weiß man, dass das Produkt ein Erfolg ist. Den Dialog zwischen einem Menschen und fertigem Design zu beobachten, eröffnet neue Horizonte. Es ist eine wechselseitige Beziehung, ein Dialog. Ich finde das äußerst inspirierend.

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