A Space for Perpectives

Museo M9, ph. Alessandra Chemollo© Alessandra Chemollo

Der von dem Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton geplante, 2018 eröffnete Neubau des Museums M9 in Mestre ist das größte moderne Kulturprojekt im Metropolengebiet Venedig/Mestre und eine geglückte Verbindung zwischen den Bedürfnissen eines modernen Ausstellungskomplexes und der historischen Stadtstruktur. Der Bau besitzt große dialogische Qualitäten und verkörpert damit zwei zentrale Elemente von Arpers Designphilosophie: Konnektivität und Nachhaltigkeit.

Museo M9, ph. Federico Covre, Alessandra Chemollo© Federico Covre, Alessandra Chemollo

Der Komplex des M9 stellt neue Verbindungen mit und in der urbanen Struktur von Mestre her. Neue öffentliche Räume und neue Zugangswege für Fußgänger sind entstanden, etwa zwischen der Piazza Ferretto und der Durchgangsachse der Via Cappuccina. Die Wegführung quert den überdachten Innenhof eines ehemaligen Klosters, der für Veranstaltungen und Zusammenkünfte genutzt werden kann. Interaktion und Flexibilität kennzeichnen den gesamten Baukomplex. 

Die Fassade aus 21.000 farbigen Keramikziegeln setzt ein weiteres Zeichen für den Dialog mit der Stadt. Die verschiedenen Farbtöne greifen die Farbschattierungen venezianischer Palazzi auf und bringen Altes und Modernes harmonisch ins Gespräch. 

Museo M9, ph. Andrea Avezzù© Andrea Avezzù

Im Gebäudeinneren steht Nachhaltigkeit im Fokus. Das M9 ist – nach Renzo Pianos MUSE in Trient – der zweite Museumsbau in Italien, der mit dem LEED-Zertifikat in Gold des Green Building Council ausgezeichnet wurde. Nachhaltigkeit bestimmt jedes Detail, von der Baugestalt bis zum Anlagenbau. Nachhaltig sind auch die Strategien, durch Zurverfügungstellung von Fahrrad- und Gehwegen und einfachem Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr das Verhalten der Besucher positiv zu beeinflussen.  

Museo M9, ph. Andrea Avezzù© Andrea Avezzù

Auf zwei Stockwerken präsentiert das M9 die Geschichte des modernen Italien, im dritten, dem Dachgeschoss, befindet sich die White Box, ein von oben mit viel Tageslicht versorgter Raum für Wechselausstellungen. Seinen Namen bekam er bei der ersten dort gezeigten Schau „Das Italien der Fotografen“ (kuratiert von Denis Curti), bei der 230 Bilder in verschiedenem Format, aufgenommen von vierundzwanzig bekannten italienischen Fotografen zu sehen waren, die die Geschichte ihres Landes im 20. Jahrhundert aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen.

„Wir hatten fast 1300 Quadratmeter freie Fläche, die wir bespielen konnten,“ erklärt Alessandro Pedron vom Architetti Pedron / La Tegola, das für die Ausstellungsarchitektur verantwortlich zeichnete. „Das Interessante an dem Projekt war, das wir nicht nur das Ausstellungsdesign übernehmen sollten wie normalerweise üblich, sondern auch die Inneneinrichtung einschließlich Videoraum und einem frei zugänglichen Bereich zur Kataloglektüre. Wir brauchten also bequeme Sitzgelegenheiten, auf denen man sich ausruhen aber auch die Ausstellung aus einem neuen, entspannteren Blickwinkel betrachten kann. Deshalb war Arper von Anfang an unsere erste Wahl!“

Museo M9, ph. Andrea Avezzù© Andrea Avezzù

Die Pix-Sitzelemente fügten sich in Form und Größe sehr gut in einen Raumkontext ohne feste Koordinaten wie die White Box ein. Der gewählte Grauton kehrte an den Bildwänden wieder: ein beziehungsreiches Spiel mit horizontalen und vertikalen Flächen. Normalerweise wird das Material für Wechselausstellungen gemietet, aber in diesem Fall hat das Museum sich für einen Kauf entschieden. Nach Abbau der Ausstellung sind die Pix-Sitzer geblieben und stellen nun einen integralen Bestandteil der Inneneinrichtung des Museums dar, der dank seiner flexiblen Einsatzfähigkeit auch zu anderen Anlässen genutzt wird.

„Der Einsatz der Sitzelemente von Arper hat uns geholfen, ein entspanntes, unaufgeregtes Ambiente zu schaffen.“ Die Architektur und Gestaltung des M9 ist multidisziplinär und multiperspektivisch, ein gewissermaßen kosmopolitisches Projekt, das auf den Dialog zwischen verschiedenen Fähigkeiten, Denkweisen und Kulturen setzt. In einem internationalen Wettbewerb ausgewählt, stammt die Ausstellungsarchitektur von einem Büro vor Ort, das eng mit Crescente Interni im benachbarten Mogliano kooperiert hat. Der Anbieter wurde hier nicht einfach als Ausstatter tätig, sondern war in enger Zusammenarbeit mit Arper unmittelbar am Projekt beteiligt. Verschiedene Akteure, die normalerweise nur selten derart eng zusammenarbeiten, sind hier in einen kreativen Dialog eingetreten – eine echte Form von togetherness.

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