Das dem Teilen innewohnende Potenzial

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

Vor den Toren Mailands liegt eingebettet in die Natur ein internationales Exzellenzzentrum für die Medizinausbildung. Es handelt sich um den neuen Campus der Universität Humanitas, der an die internationale Abteilung für Medizin und Chirurgie, Krankenpflege und Physiotherapie des Humanitas Research HospitalHospital angeschlossen ist und von dem Architekten Filippo Taidelli vom Architekturbüro FTA entworfen wurde.

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

Der Campus ist in drei neue Gebäude aufgeteilt, die eine Fläche von ca. 25.000 m2 abdecken. Er ist so gestaltet, dass er 1.200 Studenten und Studentinnen aus 31 Ländern sowie Fakultätspersonal und Forscher und Forscherinnen beherbergen kann. Der Campus umfasst auch ein 2.000 qm großes Simulationslabor, eines der größten und modernsten in Europa, sowie Hightech-Vorlesungssäle, eine digitale Bibliothek und Unterkünfte. Der Komplex liegt in unmittelbarer Nähe zu den Forschungslabors und dem Krankenhaus als festen Bestandteil des Campus, und bietet ein perfektes Umfeld zur Ausbildung künftiger Ärzte und Ärztinnen, Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen sowie Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen.

Das Potenzial, das dem Teilen innewohnt, hat die Designauswahl für den Campus bestimmt. Die Architektur und die Einrichtung schaffen so Möglichkeiten zur Interaktion zwischen Personen verschiedener Kompetenzbereiche. Nach diesem Ansatz können Nobelpreisträger und Nobelpreisträgerinnen, renommierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Professoren und Professorinnen, Forscher und Forscherinnen, Besucher und Besucherinnen und junge Studenten und Studentinnen in derselben Mensa essen, in Teams arbeiten, eine Tasse Kaffee genießen, in der Bibliothek lernen oder Zeit in unterschiedlichen informellen Bereichen verbringen und auf diese Weise Gedanken und Erfahrungen austauschen.

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

Die Architektur ist schlicht und auf das Wesentliche reduziert, um die funktionale Beschaffenheit der Räume zu fördern und die Grenzen zwischen Bildungseinrichtungen, Forschungseinrichtungen und dem multifunktionalen Hub zu überwinden: Diese sind gleich einem „Dreieck des Wissens“ angeordnet, das mit dem klinischen Aspekt beginnt und endet, über die Lehrbereiche in das Labor, das die Grundlage der Mission von Humanitas bildet. 

Das Projekt gliedert sich in drei Bereiche: das multifunktionale Gebäude mit der Mensa, der Bibliothek und den Gemeinschaftsräumen; der Lehrbereich mit Vorlesungssälen, Büros und dem Simulationszentrum; die Forschungslabors, die um einen offenen Platz mit grünem Innenhof angeordnet sind.

Den Mittelpunkt des Hauptgebäudes bildet ein großer Patio, der durch einen Sonnenschutz abgeschirmt wird, der licht- und luftdurchlässig ist. Der Innenhof erweitert gleich einem Kaleidoskop die Dynamik der Aktivitäten und verbindet sie visuell durch große Fenster, die auf den Grünbereich hinausgehen. Der Campus befindet sich in Bezug zu dem gesamten Masterplan in einer baryzentrischen Position, wodurch künftige Erweiterungen möglich sind und eine unmittelbare physische und visuelle Verbindung mit dem bereits existierenden Krankenhaus hergestellt wird. 

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

Das Projekt erforderte größere Grünbereiche. Der Park zwischen den neuen Gebäuden wurde vergrößert und der Schwerpunkt auf die Verwendung autochthoner Arten und das natürliche Wachstum gelegt, um den Campus dank der verbindenden Grünfläche auf harmonische Weise mit dem restlichen Krankenhauskomplex zu verknüpfen. Der Umweltschwerpunkt des Campus bezieht nicht nur die Natur ein. Darüber hinaus werden die Nachhaltigkeitsprinzipien umfassend durch Entscheidungen umgesetzt, die eine signifikante Reduzierung des Energieverbrauchs und ein beachtliches Komfortniveau für Nutzer und Nutzerinnen ermöglichen.

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

Die Ausrichtung der Gebäude Richtung Süden sorgt dafür, dass der Effekt der Sommersonne gesteigert und dem Wärmeverlust im Winter entgegengewirkt wird. Der verglaste Innenhof garantiert den maximalen Einfall von natürlichem Licht und vermittelt das Gefühl fließender Übergänge zwischen de Innen- und Außenbereich, während die Verwendung elektrischer Lichtquellen auf ein Minimum reduziert wird. Die Räume wurden gemäß modernster Standards in Bezug auf Technologie und Umweltkomfort gestaltet.

Die Klimaschutzstrategien werden durch aktive Systeme ergänzt, darunter Grundwasserwärmepumpen und Niedrigtemperatur-Flächenheizungen. Die Installierung von Sonnenkollektoren auf den Dächern wurde mit dem CENED A3-Energiezertifikat ausgezeichnet.

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

Funktionale und ästhetische Flexibilität zusammen mit einem essenziellen Design und einer warmen Ausstrahlung sind die Prinzipien, nach denen die Einrichtung für die Gemeinschaftsräume ausgewählt wurde, darunter die Stühle Catifa 46, die Sofas Loop, die Ottomanen Pix und die Stühle Duna 02.

Humanitas University Campus, © Andrea Martiradonna© Andrea Martiradonna

„Die Produkte von Arper prägen den Raum, ohne ihn zu erdrücken“, so Architekt Filippo Taidelli vom Architekturbüro FTA. Die, die wir ausgewählt haben, weisen Analogien zu dem Konzept von Raum auf, in den sie integriert sind und dessen Funktion sie fördern. In den Warteräumen und Gemeinschaftsbereichen regt die Einrichtung dank ihres informellen, zwanglosen Stil dazu an, sich zu unterhalten und auszutauschen. Durch unsere Projekte haben wir gelernt, dass die Momente des informellen Austauschs die produktivsten und lehrreichsten Situationen sind. In diesen Momenten können Ideen frei fließen, hierarchische Spannungen werden abgebaut und Beziehungen werden flexibler, sodass man leichter aufeinander zugehen kann.

Menschlichkeit und Empathie sind die grundlegenden Kompetenzen für das Humanitas-Projekt, die während der professionellen Ausbildung ausgebaut werden.  Für diese Räume haben wir Möbel gewählt, die zwischenmenschliche Dynamiken fördern, natürliche Gesten anregen und Grenzen aufheben, während sie zugleich die Eleganz und essenzielle Ordnung des architektonischen Designs unterstreichen.

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